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Unverständnis für Trassenbau

22.05.2007 |Bürgerinitiative beriet in Herbartswind. Vielerorts in Thüringen zeigen sich die Menschen empört über die Pläne des Energieversorgers Vattenfall und den geplanten Bau der Hochspannungstrasse. So auch in Herbartswind.

HERBARTSWIND – „Wie vor kurzem in Waldau, trafen sich auch im Herbartswinder Gemeindehaus erneut Bürger, die wegen der geplanten Hochspannungsleitung durch den Thüringer Wald besorgte sind“, berichtet Jörg Heinemann vom Vorstand der Bürgerinitiative „Stoppt die 380-kV-Leitung“. Einwohner aus Bockstadt, Herbartswind, Heid und Eisfeld hatten sich zu der Initiative zusammengeschlossen. Die Bürger seien gekommen, um Resümee über die bisherige Arbeit der Bürgerinitiative zu ziehen, erklärte Heinemann.

Auf viele Aktionen in der Öffentlichkeit und bisher 3000 Unterschriften ist die Bürgerinitiative stolz – sie widerspiegeln nach Heinemanns Meinung Engagement und ungebrochenen Mut im Kampf gegen die Stromtrasse. Auch sei über den Beitritt zur Interessengemeinschaft „Achtung Hochspannung“ informiert worden. In dieser Gemeinschaft sind mittlerweile 15 Bürgerinitiativen aus Thüringen und Bayern mit mehreren tausend Mitgliedern vereinigt.

Ältere Einwohner, so berichtet Heinemann weiter, hätten an Entbehrungen sowie gesundheitliche und freiheitliche Einbußen erinnert, die eben die Bewohner der ehemaligen Grenzgemeinden während der DDR-Zeit hinnehmen mussten. Auch die 380-kV-Leitung sei eine neue Grenze, ein erneutes Durchschneiden des Thüringer Waldes und der Kulturlandschaft, ein willkürliches Einwirken auf die Gesundheit von Mensch und Natur.

„Unverständnis erntet der Bau immer wieder wegen der geplanten Trassenführung durch den Thüringer Wald, einen der sensibelsten Bereiche Thüringens. Dabei gab es nach neuesten Informationen tatsächlich mehrere Trassenvarianten, die aber nur hinter verschlossenen Türen ausdiskutiert wurden“, beschwert sich Heinemann und fragt: „Warum dürfen beispielsweise im Gegensatz zum Grünen Herzen Deutschlands andere Gegenden nicht durchschnitten werden?“

Am 31. Mai findet eine Anhörung vor dem Bauausschuss des Thüringer Landtages statt, zu der auch die Bürgerinitiative Bockstadt – Herbartswind – Heid – Eisfeld geladen wurde. Heinemann hofft, „dass diese Anhörung nicht nur eine Formsache ist, wie es auf der Versammlung der Bürgerinitiative in Waldau von einem Landtagsabgeordneten behauptet wurde.“ (red)

www.gegen380kv.bockstadt.com

Quelle Freies Wort vom 22.05.2007

 

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