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Klares Zeichen gegen die Umwelt

10.05.2007 | ARNSTADT (wdb). Während die Ablehnung der geplanten 380-kV-Starkstromleitung durch den Thüringer Wald immer größer wird, sprach sich der Arnstädter Stadtrat für die Trasse aus. Allerdings nur mit einer relativ knappen Mehrheit und gewissen Einschränkungen. Dabei ging ein tiefer Riss durch die gewählten Volksvertreter.
Die Linkspartei hatte zunächst ihren Antrag gestellt. Der sollte zwei klare Nein zur 380-kV-Leitung und zur Zerstörung des Thüringer Waldes bringen.

Der Stadtrat spricht sich gegen den geplanten und vom Landesverwaltungsamt genehmigten Bau der Starkstromleitung durch den Thüringer Wald aus, heißt es in dem Antrag. Die Leitung zerstöre ohne energietechnische oder -politische Notwendigkeit das einzigartige Mittelgebirge ein weiteres Mal. Der Wald habe große Bedeutung beim Abbau von Kohlendioxyd, begründete Gerhard Pein von der PDS. Arnstadt sei zwar nicht unmittelbar von der 130 Meter breiten Schneise betroffen. Doch man gilt als Tor zum Thüringer Wald und somit sei dieser auch besonders wichtig für den Tourismus der Stadt, sagte Pein und forderte den Stadtrat auf, sich mit den betroffenen Gemeinden und der Interessengemeinschaft gegen den Bau der Trasse solidarisch zu erklären.

Man müsse angesichts der wachsenden Gewerbegebiete an den künftigen Energiebedarf der Stadt denken, meinten die Fraktionen von CDU sowie Pro Arnstadt und setzten ihren eigenen Antrag dagegen: Der Stadtrat "spricht sich für einen optimalen, mensch- und umweltverträglichen Trassenverlauf der geplanten und notwendigen Starkstromleitung seitens des Betreibers Vattenfall in Kombination mit der Zuleitung zum Umspannwerk Arnstadt aus". Die negativen Auswirkungen für die gesamte Region sollten so gering wie möglich sein, so Georg Bräutigam (ProA). Dieser Antrag setzte sich durch - mit 14 Ja- gegen acht Nein-Stimmen (bei fünf Enthaltungen). Der PDS-Antrag wurde knapp abgelehnt: elf gegen 13 (bei drei Enthaltungen).

Quelle Thüringer Allgemeine vom 10.05.2007

 

 

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