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Für und Wider der Stromtrasse diskutiert

09.05.2007 | LANGEWIESEN – Der Langewiesener Stadtrat beschloss den Anschluss der Stadt an das Bündnis gegen die 380-kV-Trasse. Bei nur drei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen beschloss der Langewiesener Stadtrat den Beitritt der Stadt Langewiesen beim Bündnis gegen den Bau einer 380-kV-Trasse. Die Beschlussvorlage wurde von den Stadträten Die Linke/PDS eingebracht. 

Begründet wurde der Antrag einer drohenden Landschaftszerstörung, die den Tourismus schädige. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Erbauer die Notwendigkeit dieser Stromleitung bis heute nicht hätten nachweisen können.

Gegen die Annahme dieses Antrags sprach sich der CDU-Stadtrat Dr. Dieter Bernet in einer ausführlichen Stellungnahme aus. Er verwies darauf, dass durch die Teilung Deutschlands auch die Energiesysteme getrennt waren und bisher nur unvollkommen wieder zusammengeführt wurden. Bernet: „Die Argumente der Gegner der Stromtrasse sind von wenig Sachkenntnis geprägt.“

Der Energietechniker hob hervor, dass es gerade durch zunehmende Einspeisung regenerativer Energien erforderlich sei, den Strom dorthin zu bringen, wo er gebraucht wird. Dies betreffe auch das Pumpspeicherwerk Goldisthal. Bernet weiter: „Bevor die Autobahn A71 gebaut wurde, haben die Gegner auf Landschaftszerstörung durch die Bebauung hingewiesen. Als die Brücken fertig waren wurden sie so bewundert, dass man sogar Bildbände darüber hergestellte.“

Die Stadträte der Linkspartei wiesen diese Darstellung zurück. Ewald Hörnlein fügte hinzu, dass die Trasse viel zu groß dimensioniert sei und nur dann Sinn mache, wenn sie sich nicht in den Händen eines Stromkonzern befinde, sondern dem Staat gehöre. (wr)

Quelle Freies Wort vom 09.05.2007

 

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