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Zweiter Teil der dena-Netzstudie startet

Offshore Windpark18.04.2007 | Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat jetzt den Startschuss gegeben für eine weitere Studie zum Ausbau der Windenergie in Deutschland. Der zweite Teil der dena-Netzstudie wird darstellen, wie der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung im Zeitraum 2020 bis 2025 auf 30 Prozent gesteigert werden kann.

dena-Geschäftsführer Stephan Kohler: "In den nächsten Jahren werden die Weichen für die zukünftige Stromversorgung in Deutschland gestellt. Wir haben jetzt die Chance, die Herausforderungen zum Klimaschutz mit dem Ausbau der regenerativen Energien zu verbinden. Mit der dena-Netzstudie II erhalten wir ein strategisches und tragfähiges Konzept, das eine sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Stromversorgung gewährleistet. Voraussetzung ist, dass der notwendige Ausbau des Höchstspannungsübertragungsnetzes, wie wir ihn in der dena-Netzstudie I aufgezeigt haben, rechtzeitig realisiert wird".

In der Studie werden u.a. folgende Fragen untersucht: Welche Auswirkungen hat die verstärkte Einspeisung von Windenergie auf das Höchstspannungsübertragungsnetz? Wie transportiert man Windstrom aus Nord- und Ostsee zum Festland und dann weiter zu den Verbrauchsschwerpunkten im Landesinneren? Wie können die  Übertragungssysteme optimiert werden? Welche Stromspeicher sind besonders geeignet? Geprüft wird außerdem, wie die Flexibilität der Stromerzeugung erhöht und die Windprognosen verbessert werden können.

Im Vordergrund steht dabei vor allem die Sicherheit der Stromversorgung auch in technisch schwierigen Situationen, zum Beispiel bei zu starkem oder zu geringem Windaufkommen und in Spitzenlastzeiten. Die Szenarien der Studie gehen davon aus, dass 20.000 Megawatt aus Offshore-Windparks und 28.000 Megawatt aus Windparks an Land ins deutsche Stromnetz eingespeist werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 waren in Deutschland insgesamt rund 20.000 Megawatt Windenergie an Land installiert.

Die Studie wird branchenübergreifend erstellt und finanziert. Ein Konsortium um das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln wird im Auftrag der dena die Studie erarbeiten. Daran beteiligt sind: Deutsche Windenergie Institut (DEWI), EnBW Transportnetze AG, E.ON Netz GmbH, Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (ewi), Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET), RWE TN Strom GmbH und Vattenfall Europe Transmission GmbH. Zusätzlich werden studienbegleitend externe Sachverständige die Ergebnisse auf Plausibilität prüfen.

Private und öffentliche Projektpartner finanzieren die Studie. Beteiligt sind das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesumweltministerium sowie Unternehmen und Verbände der Übertragungsnetzbetreiber, der Windbranche, der Anlagenhersteller, der konventionellen Energiewirtschaft und der Zulieferindustrie: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, VGB Power Tech, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer - Power Systems, Verband der Netzbetreiber, Verband der Elektrizitätswirtschaft, Vattenfall Europe  Transmission, Siemens, RWE Transportnetz Strom, Forum Offshore Windenergie - Offshore Stiftung, Energiewerke Weser Ems, EnBW Transportnetze, E.ON Netz, Bundesverband Windenergie, BARD Engineering, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Alle Projektpartner werden über eine Projektsteuerungsgruppe in die Studienerstellung einbezogen. Die dena leitet die Projektsteuerungsgruppe und koordiniert das gesamte Projekt. Erste Ergebnisse werden für Ende  2008 erwartet.

Die dena-Netzstudie II setzt die im Frühjahr 2005 abgeschlossenen Arbeiten an der dena-Netzstudie I fort. Sie entwickelte Lösungen für die Integration erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2015 und einem Anteil an der Stromerzeugung von 20 Prozent.

Quelle Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

 

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