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Reaktionen auf die Trassenentscheidung

04.04.02007 | Auf heftigen Protest im Ilmkreis ist die Entscheidung des Landesverwaltungsamts gestoßen, wonach Vattenfall Europe Transmission seine bevorzugte Westtrasse durch den Ilmkreis planen darf.

ILMKREIS (kk). "Das ist eine Entscheidung gegen die Mehrheit der Einwohner im Ilmkreis", meinte Eckhard Bauerschmidt, Linkspartei-Chef im Kreistag. Mit Blick auf die für den 31. Mai angesetzte öffentliche Anhörung zum Trassenbau kritisierte er die "abwartende Haltung" von Landesregierung und Landtag: "Erst nachdem offenbar im Weimarer Landesverwaltungsamt alles klar war, hat man Bürgerbeteiligung zugelassen."Seine Parteikollegin Petra Enders, Bürgermeisterin von Großbreitenbach, ist überzeugt davon, dass zur Stromtrassen-Landtagsdebatte vorige Woche die Landesregierung wusste, wie die Weimarer Behörde entscheiden wird. "Das ganze Verfahren ist ein Lehrstück dafür, wie eine Landesregierung ein Parlament an der Nase herumführt", meinte Enders.Gleichwohl seien noch nicht alle Messen gesungen. Der Protest gehe weiter, etwa beim Sternmarsch gegen die 380-kV-Trasse am Ostermontag nach Kleinhettstedt. Zudem habe Vattenfall im Planfeststellungsverfahren noch "manche Klippe" zu umschiffen, so Enders. Auch eine Wiederholung des Raumordnungsverfahrens hält sie für möglich. CDU-Landtagsabgeordneter Siegfried Jaschke zeigte sich ob der Entscheidung in Weimar ebenfalls "sehr unzufrieden", es bedürfe weiterer Prüfungen zur Frage der Notwendigkeit der Trasse zwischen Vieselbach und Altenfeld, erklärte er. Nach Alternativen müsse weiter gesucht werden.

Quelle Thüringer Allgemeine vom 04.04.2007

 

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