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Ostermarsch gegen Stromtrasse

29.03.2007 | Die Bürgerinitiative Kalm/Deube hat für den Ostermontag zu einem Protestmarsch gegen die geplante 380-kV-Leitung in das Ilmtal eingeladen.

ILMTAL (gs). In Anlehnung an die Ostermarschtraditionen wollen die Gegner der Stromtrasse, die nach den Plänen des Stromkonzerns Vattenfall Thüringen, den Thüringer Wald und Oberfranken queren soll, am Ostermontag, um 14:00 Uhr, von Nahwinden, Stadtilm beziehungsweise Dienstedt nach Kleinhettstedt ziehen. Sie folgen damit teilweise der vorgesehenen Linienführung der 380-kV-Hochspannungsleitung und wollen sich auf dem Sportplatz von Kleinhettstedt um 16:00 Uhr zu einer Protestkundgebung treffen. Die Organisatoren rechnen mit der Teilnahme aller zehn Bürgerinitiativen zwischen Erfurt und Schweinfurt. Eingeladen sind auch Kommunal- und Landespolitiker.

Die Hoffnung, dass letztgenannte der Einladung folgen, ist mit der nun auch seitens der CDU-Landtagsfraktion ins Auge gefassten Anhörung zur Trasse gestiegen. Ein Schritt, den eine der schärfsten Kritikerinnen der Trassenführung, die Großbreitenbacher Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete für die Linkspartei, Petra Enders, begrüßt. Zumal das noch vor ein paar Wochen von der CDU abgelehnt worden sei.

Offensichtlich habe der erhebliche öffentliche Druck der Bürgerinitiativen und der Interessengemeinschaft, der Städte, Gemeinden und Landkreise gegen die 380-kV-Trasse dieses Umdenken ermöglicht. "Die Linkspartei-Fraktion, die den Bau der Leitung ablehnt, will vor allem die Betroffenen zu Wort kommen lassen. Es sollen alle Bedenken und Zweifel einfließen. Dabei müssen auch Fragen nach der Notwendigkeit der Trasse, nach Alternativen, nach den Auswirkungen auf Natur und Umwelt sowie auf den Tourismus als Wirtschaftsfaktor erlaubt sein. Nur so kann den Betroffenen vermittelt werden, dass ihre Einwände und Bedenken von der Landesregierung tatsächlich ernst genommen werden", so Frau Enders weiter.

Bei der Anhörung werde auch schnell deutlich werden, dass die Bürgerinitiativen, die gegen die Trasse kämpfen, keine Feinde regenerativer Energien seien. "Im Gegenteil, sie stehen für ein generelles Umdenken in der Energiepolitik hin zu einer neuen dezentralen, regenerativen Energieversorgung und -nutzung. Dies ist angesichts des Klimawandels auch dringend notwendig", so die Politikerin.

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Quelle Thüringer Allgemeine vom 29.03.2007

 

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