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Ilmkreis-CDU und 380-KV-Trasse

20.03.2007 | „Schraps hat’n Hut verlor’n“ GRIESHEIM – Man halte sich im Landesverwaltungsamt (LVA) auf Anfragen zu dem für Ende März avisierten Abschluss des Raumordnungsverfahrens zur Vattenfall-Höchstspannungstrasse Vieselbach/Altenfeld weiter bedeckt. So Montagabend CDU-Kreistagsfraktions-Chef Beyersdorf eingangs einer Sitzung mit Gästen der Bürgerinitiativen (BI) und überregionalen Interessengemeinschaft „Vorsicht Hochspannung“.

Ebenfalls am Montag hatte er in seiner Eigenschaft als VG-Vorsitzender der genau so wie das mittlere Ilmtal betroffenen Region Großbreitenbach Rücksprache im Weimarer LVA gehalten, um – vergebens – Auskunft zur generellen Notwendigkeit der Trasse zu bekommen. Eine entsprechende unabhängige Studie dazu ist wichtiges Anliegen der gemeinsam agierenden BI vom Kreis-Norden bis nach Nordbayern. „Wer nur so was macht“, empörte sich Niederwillingens Ortsbürgermeister und Sprecher der BI im mittleren Ilmtal, Zillmer. In seinem schönen Dorf haben Eigenheimbauer, die sich fernab von Lärm und Umweltbelastungen der Städte wähnten, für rund 300 Zuzüge gesorgt. Menschen, die sich jetzt getäuscht sehen. „Das Problem ist, dass uns keiner zuhört, was langsam lethargisch macht“, warf sehr herzhaft Wolfsberg-Bürgermeister und Kreis-CDU-Chef Juchheim seine Erfahrungen ein. Die Wolfsberg-Orte seien inzwischen umzingelt von Infrastrukturbauten; die neue Trasse würde zu Gräfinau-Angstedt nur 150 Meter Abstand lassen. Ergebnisse der Gespräche mit Verantwortlichen? Juchheim: „Ja, ihr habt ja Recht, aber ... Keiner fühlt sich richtig verantwortlich, aber das Land ist es doch wohl!“

Parteifreund Jaschkes (MdL/CDU) „Abwarten!“ und „Ich bin ja persönlich auch dagegen, aber ...“ ließ Landrat Kaufhold in seiner Ablehnungshaltung zur Trasse nicht unkommentiert.

Man erlebe im Land eine Art „Schraps hat den Hut verlor’n“-Spiel der politisch Verantwortlichen. Ohne Jaschke direkt anzusprechen fügte Kaufhold hinzu: „Von Politikern muss man doch eigentlich mal eine konsequente Meinung erwarten können. Wetterfähnchen haben wir weißgott schon genug!“

Kaufhold erneuerte seine Ablehnungsbegründung: „Die Windkraft-Sinnfälligkeit der Trasse wurde kaum hinterfragt. So kann Vattenfall lachen.“ (uhu)

Quelle Freies Wort vom 20.03.2007

 

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