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SPD fordert neue, unabhängige Studie

17.03.2007 | 380-kV-Leitung  Landtagsabgeordnete aus Oberfranken wenden sich an die Staatsregierung.

Coburg - Gemeinsam mit ihren oberfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten hat Susann Biedefeld einen Antrag im Bayerischen Landtag eingebracht, der die Staatsregierung auffordert, vor dem Bau der 380-kV-Südwestkuppelleitung noch eine unabhängige Studie in Auftrag zu geben. Diese soll – im Gegensatz zu der „DENA-Studie“ – ohne Netzbetreiber und Energiebranche erstellt werden.

Im Rahmen der Studie soll unter anderem die energiewirtschaftliche Notwendigkeit der geplanten Leitung (Stichwort „Nulllösung“) sowie die Dringlichkeit der geplanten Trasse überprüft werden. Außerdem sollen Alternativen berücksichtigt werden, wie die Optimierung bestehender Leitungssysteme, die Nutzung vorhandener Leitungen oder die Erdverkabelung. Auch die Vereinbarkeit mit Infrastrukturmaßnahmen wie ICE, A 73 oder B 999, technischen Hochwasserschutzmaßnahmen oder dem Verkehrslandeplatz sollen Gegenstand der Untersuchung sein.

„Der Widerstand gegen diesen geplanten Leitungsneubau nimmt allerorts zu“, betont Susann Biedefeld. Aus Sicht der Gegner ist ihr zufolge die Dringlichkeit des Vorhabens nicht gegeben. Es werde bezweifelt, dass die geplante „Südwestkuppelleitung Altenfeld-Redwitz“ hauptsächlich wegen des wachsenden Windstromanteils nötig sei. Die Zweifel an der „DENA-Studie“, die im Rahmen einer groß angelegten Netzstudie notwendige Neubaumaßnahmen im Bundesgebiet ermittelt hat, beruhe darauf, dass diese von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie auch vom Verband der Netzbetreiber und der Energiebranche mitfinanziert und ausgearbeitet worden sei.

Susann Biedefeld sieht auch Staatssekretär Jürgen W. Heike in der Pflicht. „Er sollte seine Kollegen aus der CSU-Fraktion von dem SPD-Antrag überzeugen und ihn mit unterstützen.“

Quelle Coburger Tageblatt vom 17.03.2007

 

 

 

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