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380 kV – Stromtrasse Thüringen: Lobbyismus und Konzeptionslosigkeit in Perfektion

14.09.2010 | Nun wissen wir es alle: Trotzdem die Erkenntnis der Gewinnsucht der Energiekonzerne kommt, setzt sich Herr Machnigt für die geplante Stromtrasse ein, mit der Durchleitung von Atomstrom hat sie seiner Auffassung nach nichts zu tun. Ist es Ignoranz, die dieser Aussage zugrunde liegt?

Nachdem wir jetzt miterleben dürfen, wie die BBS Erfurt - Ebensfeld, die durch DB AG, Bund und Land durchgesetzt wurde, nach Auffassung einer Bundesbehörde nicht erforderlich war, fragen wir uns, ob wir diese Situation nicht in einigen Jahren wieder erleben dürfen.

Noch im Frühjahr erklärte uns Herr Machnig in einem Gespräch, dass die Abschaltung der Kernkraftwerke den Neubau zahlreicher Kraftwerke in Norddeutschland sowie den Ausbau der regenerativen Energien in Nord- und Mitteldeutschland für die Energieversorgung der Industriezentren in Süddeutschland unverzichtbar mache. Dafür sei der geplante Freileitungsneubau alternativlos.

Die Bundesnetzagentur informierte am 31.08.2010: „Die Marktteilnehmer können nun bis Anfang Oktober 2010 zu den Vorschlägen Stellung nehmen. Gegenstand des Einspeisemanagements ist die zeitweilige Reduzierung der Einspeiseleistung von EEG-, KWK- und Grubengasanlagen auf Anforderung des Netzbetreibers bei einer Überlastung des Netzes…“ (Quelle Bundesnetzagentur, PHOTON). Soviel zum Vorrang regenerativer Energien…

Durch die unfassbaren Kapriolen unserer Bundesregierung sind diese Argumente ja wohl wieder vom Tisch. Wieder einmal zeigt sich die Konzeptionslosigkeit unserer Regierung und der altbekannte Kuschelkurs mit den Energiekonzernen.

Es ist unerträglich, wie leichtfertig in diesem Land Gesetze geändert und verbogen werden, um die Lobbyisten unserer Großkonzerne zu bedienen. Da werden den Kommunen mehr und mehr Mittel entzogen, während versucht wird, der Großindustrie den Rücken freizuhalten und Billiglöhne aus der Allgemeinheit zu subventionieren.

Es wäre fatal, wenn das nächste Mammutvorhaben unausgegoren durchgepeitscht wird, während man später feststellt, dass es weit verträglichere Alternativen gegeben hätte. Doch bis dahin wären im Falle des Leitungsneubaus Tatsachen geschaffen…


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