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Bohrende Fragen: Bürger überrumpelt?

19.11.2008 | Großbreitenbach/Altenfeld/Coburg – Die Stadt Großbreitenbach hatte es bereits vor Monaten mit Nachdruck betont: „So lange in Sachen Notwendigkeit, geschweige Verlauf und Genehmigung des Vattenfall-Höchstspannungstrassen-Neubaus nicht das allerletzte Wort gesprochen ist, werden wir vorbereitende Probebohrungen auf kommunalem Grund zu verhindern wissen!“

So Bürgermeisterin Petra Enders, zugleich Aktivistin in der landesübergreifenden Interessengemeinschaft (IG) der vereinten Trassengegner-Bürgerinitiativen „Achtung Hochspannung“, in der auch der Ilmkreis Mitglied ist. Gestern nun informierte deren Vorstand: „Es knistert hochspannungsmäßig zwar nicht an den geplanten Leitungen, aber bei Anlieger-Grundstückseigentümern, die sich überrumpelt sehen: Ohne dass überhaupt klar ist, ob oder wo die von Vattenfall geplante Trasse – die wir verhindern werden – verlaufen würde, gibt es kurzfristige Mitteilungen zu Probebohrungen auf Privatgrundstücken zwischen Großbreitenbach und Altenfeld“, so IG-Sprecher Bernd Enders von der Waldauer Bürgerinitiative. Auch Annette Martin, die seitens der fränkisch-bayerischen Bürgerinitiativen im Raum Coburg/Ebersdorf Ansprechpartner ist, betonte gestern gegenüber Freies Wort: „Uns informierte ein Bürger, dass auf seinem Grundstück Probebohrungen erfolgen sollen. Die Größe der Löcher und ein sehr kurzer Antwort-Termin für die erwartete Genehmigung wurde ihm schriftlich von einer Firma SAG GmbH, Regionalbüro Chemnitz, gleich mitgeteilt. Kein Sterbenswörtchen darüber, auf welche Art und Weise sein Eigentum von der Trassenführung betroffen wäre. Das Recht auf Aufklärung, statt Bürger zu überrumpeln und vor vollendete Tatsachen zu stellen, dürfte man wohl erwarten. Grundsätzlich steht schließlich verfassungs- und privatrechtlich fest, dass ein Grundstückseigentümer das Betreten seines Eigentums durch Dritte verweigern kann!“ Bernd Enders wie auch Annette Martin und Petra Enders verweisen darauf, wie sehr der bisherige Widerstand von Bürgern, Kommunen und Landkreisen bewirken konnte, dass die Notwendigkeit des Trassenprojekts auf den Prüfstand von renommierten Wissenschaftlern wie auch der Politik kam. Erneut verwies man auf das bislang nicht widerlegte wissenschaftliche Jarass-Obermaier-Gutachten, das die Nicht-Notwendigkeit dieses Trassenneubaus bewies.

„Deshalb sehen wir als Bürgerinitiativen und IG ,Achtung Hochspannung‘ uns auch gegenüber Einzelfällen in der Pflicht, betroffenen Bürgern und Grundstücksbesitzern beratend zur Seite zu stehen. Damit diese sich nicht scheinbar hilflos übern Tisch ziehen lassen“, sagt Bernd Enders in Waldau mit Blick auf die zu verhindernde Schneise durch den Thüringer Wald.

Annette Martin bietet dafür im Auftrag der IG „Achtung Hochspannung“ möglichen Betroffenen praktische Auskunft und Hilfe mit Unterstützung eines Rechtsanwaltes an: „Lassen sie sich nicht überrumpeln, unterschreiben sie nichts, holen sie sich bei uns kostenlos Rat!“

Kontakt: 09562-3215
www.achtung-hochspannung.de

Quelle Freies Wort vom 19.11.2008


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