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Per Gesetz soll Stromtrasse erzwungen werden

12.07.2008 | Bürgerinitiative Stoppt die 380 kV-Leitung gibt längst nicht auf Nahetal-Waldau/Schleusegrund/Auengrund Im Vorfeld der
Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen im nächsten Jahr baut die Bürgerinitiative (BI)Stoppt die
380 kV-Leitung auf besonders offene Ohren der Politiker. Wir werden Wahlveranstaltungen nutzen, um
die Politik zu überzeugen, dass sie eine Verantwortung für die Menschen in dieser Region haben, für die
touristische Zukunft. Und die verträgt die von Vattenfall geplante Höchstspannungsleitung durch
Thüringen und Bayern nicht, sagte Bernd Enders, der Vorsitzende der Bürgerinitiative
Nahetal-Waldau/Schleusgegrund/Auengrund. Und sie ist auch gar nicht nötig! Das hat das von 33
Kommunen, Verbänden und Bürgerinitiativen in Auftrag gegebene und finanzierte Gutachten von Prof.
Jarras eindeutig nachgewiesen hat. Danach könne bekanntlich das bestehende Leitungsnetz ausgebaut und zum Beispiel durch Hochtemperaturseile aufgerüstet werden. Es sind innovativen Lösungen wie
Leitungsmonitoring möglich und richtig, um, um den Lebensraum von Natur und Mensch zu erhalten und
ihn nicht durch Mammutstromleitungen zu zerstören, sagte Bernd Enders. Dass die Bundesregierung jetzt
mit dem Energie-Leitungsausbaugesetz Vattenfall den Weg ebnen, den Bau erzwingen und die Gegner der
Stromtrasse durch den Thüringer Wald mundtot machen will, sehen die Bürgerinitiativen als
Gesetzes-Skandal an. Das ist die Beugung der Demokratie und Beweis für den Lobbyismus der
Bundesregierung, heißt es in einer Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Achtung, Hochspannung,
in der die Bürgeriniativen in Thüringen und Bayern zusammenarbeiten.

Die BI Stoppt die 380 kV-Leitung! sieht die demokratischen Grundrechte aber auch durch das Land
Thüringen beeinträchtigt. Die Landesregierung hat mit ihrem Auftrag für ein neues Gutachten weitere
Steuergelder in den Sand gesetzt und nicht einem Stellung zum Jarras-Gutachten bezogen. Sie hat es
einfach negiert, so Bernd Enders.

Wir werden jetzt, wo die Unterschriftenaktion des Bündnisses ,Mehr Demokratie in den Thüringer
Kommunen in die letzte heiße Phase geht, auch diese Möglichkeit nutzen um Unterschriften gegen die
380 kV-Leitung zu sammeln. Weit über 5000 hätten allein die BIs in Nahetal - Waldau / Schleusegrund /Auengrund und Eisfeld/Bockstadt bereits gesammelt, sagte Bernd Enders.

Wir haben als einzige noch kein Raumordnungsverfahren am Hals, so der BI-Chef und meint damit den
Abschnitt zwischen Altenfeld und der Landesgrenze Bayern. Das zeige, wie sensibel der Bereich um den
Rennsteig ist. Vattenfall habe auch noch keine der beiden vorgeschlagenen Varianten festgelegt. Zwar
prüfe Vattenfall jetzt auch die unterirdische Verlegung der Trasse im Rennsteigbereich, um auf
Hochspannungsmasten und Leitungsüberspannungen auf dem Kamm verzichten zu können. Aber das ist
nach Ansicht der Bürgeriniativen auch nicht wirklich eine akzeptable Alternative, weil sie der Natur
schadet und zu dem auch Tunnelbauwerke erfordert.

Wir stehen voll hinter der Forderung der Interessengemeinschaft ,Achtung Hochspannung!, erklärt Bernd
Enders. Diese fordert im Namen der betroffenen Bürger die Landesregierung auf, ein Modellprojekt für
Thüringen/ Bayern auf den Weg zu bringen, in dem die innovativen und in anderen Ländern bereits
genutzten Technologien angewendet werden. Dieses Projekt sollte gemeinsam mit der TU Ilmenau,
Unternehmen der Region und den Energiekonzernen in Angriff genommen werden. Dabei müsse der
Grundsatz gelten, einen Neubau vom Stromtrassen erst zuzulassen, wenn alle Möglichkeiten von
Leitungsoptimierungen ausgeschöpft sind..

Die BI Nahetal-Waldau/Schleusegrund/Auengrund sei mit der Schließung des Hotels Bergkristall eine
wichtige Zentrale weggebrochen. Denn es gäbe keinen zentral gelegenen größeren Raum für große
Zusammenkünfte. Deshalb, so Bernd Enders, werden wir in dezentralen kleineren Veranstaltungen die
Öffentlichkeit informieren und motivieren, die Pläne für die 380 kV-Leitung zu stoppen zu helfen!

Quelle Freies Wort vom 12.072008 Karin Schlütter



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