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Modellprojekt als Antwort auf Gesetz-Skandal

02.07.2008 | Die Reaktion der Bundesregierung auf den Protest der Bürger gegen den geplan-ten Neubau der 380kV-Leitung durch Thüringen und Bayern ist die Erlassung eines Gesetzes (Energieleitungsausbaugesetz), mit dem der Bau erzwungen wird. Das ist Beugung der Demokratie und Beweis für den Lobbyismus der Bundesregierung. Auch mit diesem Gesetz ist die Notwendigkeit dieser Trasse nicht nachgewiesen wie das Jarass-Gutachten unter Beweis stellt, sondern unterstreicht nur die pri-vatwirschaftlichen Ziele der Energiekonzerne, eine günstigere Position beim internationalen Stromhandel zu erhalten und neue klimakillende Kohlekraftwerke einzubinden.Prof. Jarass kommt in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass bis mindestens 2010 die Übertragungsleistung der schon bestehenden Leitungen für den geplanten Abschnitt ausreicht. In der Zwischenzeit können Netzoptimierung und Netzverstärkung (Leitungsmonitoring) sowie durch Neubeseilung jedenfalls des kritischen Leitungsabschnitts Remptendorf–Redwitz mit Hochtemperaturseilen durchgeführt werden. Dadurch kann die mittlere Belastbarkeit um mindestens 50 Prozent, die kurzzeitige Übertragungsleistung um über 100 Prozent gesteigert werden. Die Nutzung dieser Technologien bei den bestehenden Höchstspannungsleitungen im betroffenen Bereich ist ausreichend für den voraussehbaren Bedarf bis zum vollständigen Ausbau der Windenergieerzeugung auf dem Festland ('onshore'), der etwa 2015/2020 erreicht werden soll.

Die Interessengemeinschaft „Achtung Hochspannung“ fordert deshalb im Na-men der betroffenen Bürger die Landesregierungen auf, ein Modellprojekt für Thüringen / Bayern auf den Weg zu bringen, in dem die oben genannten innova-tiven und in anderen Ländern bereits genutzten Technologien zur Anwendung kommen. Dieses Projekt sollte gemeinsam mit der TU Ilmenau, in der Region angesiedelten Unternehmen und den Energiekonzernen in Angriff genommen werden. Dabei muss der Grundsatz gelten, einen Neubau von Stromtrassen erst zuzulassen, wenn alle Möglichkeiten von Leitungsoptimierungen ausgeschöpft sind.Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass mit der Leitungsoptimierung nur ein Bruchteil der Kosten des von Vattenfall geplanten Neubaus der 380-kV-Leitung durch den Thüringer Wald entsteht. Dadurch wird am Ende der Verbraucher mit deutlich weniger Kosten belastet,  der Erhalt der Landschaft und Lebensräume gegeben sein und damit die Grundlagen für den Tourismus als Wirtschaftsfaktor bestehen bleiben.

Pressemitteilung der IG Achtung Hochspannung



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