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Wieder ein Gutachten zur 380-kV-Trasse

14.04.2008 | ILMKREIS. Die Landesregierung will Anfang Mai Wissenschaftler beauftragen, ein weiteres Gutachten zur Notwendigkeit der Vattenfall-Trasse zu erstellen. Erst Ende Oktober soll dieses vorliegen.Nach Auskunft des Regierungssprechers Fried Dahmen seien zwei Angebote auf die vorige Woche endende Ausschreibung eingegangen. Im Mai bekomme einer den Zuschlag, so gestern Andreas Maruschke, Sprecher im Wirtschaftsministerium. Welche Wissenschaftler das Gutachten erstellen lassen wollen, werde erst nach Abschluss des Vergabeverfahrens bekannt gegeben.

Die CDU-Landtagsfraktion hatte die Landesregierung Mitte November aufgefordert, ein Gutachten zur Notwendigkeit einer neuen 380-kV-Trasse sowie über technische Möglichkeiten der Netzoptimierung und des Netzmanagements erstellen zu lassen.

Maximal 200 000 Euro soll dieses kosten, bestätigte Ministeriumssprecher Maruschke dieser Zeitung. Die Trassengegner empört diese Geldausgabe: "So werden Steuergelder verschwendet. Als vor einem knappen Jahr Anrainerkommunen die Notwendigkeit der Trasse untersuchen lassen wollten und das Land um finanzielle Beteiligung baten, hieß es, ein Nachweis der Notwendigkeit bestehe nicht", ärgert sich Siegfried Kriese, Vorstand der Interessengemeinschaft "Achtung Hochspannung". Letztlich hatten 32 Kommunen die für das Jarass-Obermair-Gutachten nötigen 58 000 Euro allein aufgebracht. Dieses besagt, dass eine Optimierung der bestehenden Leitung zwischen Redwitz und Remptendorf genüge. "Darauf ist die Landesregierung bislang aber leider nie eingegangen", sagt Kriese.

Vattenfall Europe Transmission beharrt unterdessen auf einem Neubau, hat aber noch immer nicht die nötigen Anträge gestellt.

Hinfällig könnte das vom Land geplante Gutachten werden, sollte das Bundeswirtschaftsministerium seinen Plan eines Energieleitungsausbaugesetzes durchsetzen. Darin soll die Notwendigkeit der Stromtrasse festgeschrieben werden - das Land hätte dann gar keine Möglichkeit mehr, über diese Frage zu entscheiden.

Quellle Thüringer Allgemeine vom 14.04.2008, Kristin KAISER



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