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EU macht im Streit um Stromtrasse Druck

Stoppt die Stromtrasse13.02.2008 | (mdr) Im Streit um die geplante Starkstromtrasse durch den Thüringer Wald erhöht die Europäische Union den Druck. Der Energiekoordinator der Europäischen Kommission, Georg Adamowitsch, sagte der Zeitung "Thüringer Allgemeine", 2011 müsse die Trasse stehen, damit Ökostrom vom geplanten Ostsee-Windpark nach Süden transportiert werden könne. Notfalls werde die EU das Projekt per Sofortbeschluss in Gang setzen.

Gemeinden wollen notfalls vor Gericht ziehen
Zur Begründung verwies Adamowitsch auf die Selbstverpflichtung der EU, den Anteil an erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen. Aus Adamowitschs Büro hieß es auf Anfrage von MDR 1 RADIO THÜRINGEN, die Leitung sei auch für den internationalen Stromhandel wichtig.

Die betroffenen Gemeinden im Thüringer Wald reagierten auf den Druck aus Brüssel kämpferisch. "Wir lassen uns nicht einschüchtern", sagte die Bürgermeisterin von Großbreitenbach und Landtagsabgeordnete der Linken, Petra Enders, MDR 1 RADIO THÜRINGEN. Falls die EU in einem Eilverfahren die Bürgerbeteiligung einschränke, würden die Gemeinden vor Gericht ziehen, so Enders.
 
Kritiker fürchten Schaden für Umwelt und Tourismus
Für die Hochspannungsleitung will der Stromkonzern Vattenfall eine 100 Meter breite Schneise durch den Thüringer Wald schlagen. Gegner der Trasse befürchten Schaden für die Umwelt und den Tourismus. 33 Kommunen und Bürgerinitiativen hatten deshalb im Oktober 2007 ein Gutachten vorgelegt, wonach der Bau überflüssig sei. Das bestehende Netz könne dem Gutachten zufolge kostengünstig nachgerüstet werden. Die Leitung soll parallel zur ICE-Strecke von Bad Lauchstädt im Süden Sachsen-Anhalts bis nach Grafenrheinsfeld bei Schweinfurt in Bayern verlaufen.

Quelle mdr Regional Thüringen vom 08.02.2008



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