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Einfach Ignoranz!

14.12.2007 | Mit Heckenschützenmethoden versuchen die Befürworter der 380-kV-Hochspannungsleitung ihr Vorhaben zu retten, so Landtagsabgeordnete Petra Enders (Die Linke)  in einer Pressemitteilung als erste Reaktion auf eine Veröffentlichung der deutschen Energieagentur (DENA).

Am 29. Oktober 2007 stellte Prof. Lorenz Jarass das von 33 Kommunen und Bürgerinitiativen aus Thüringen und Bayern in Auftrag gegebene Gutachten in Großbreitenbach vor und begründete, dass die geplante Hochspannungsleitung Vieselbach-Altenfeld-Redwitz überflüssig ist. Sechs Wochen später wirft die Deutsche Netzagentur den Gutachtern Ignoranz vor und behauptet, die von Jarass und Obermair aufgestellte Kostenrechnung sei nicht nachvollziehbar und sieht sogar das Erreichen der klimapolitischen Ziele in Deutschland gefährdet.

Für Petra Enders ist das nicht nachvollziehbar. Weder DENA, Vattenfall noch die Thüringer Landesregierung scheren sich auch nur einen Deut darum, dass ihre Stromleitungspläne nicht nur Natur zerstören, Lebensqualität verschlechtern und die Chancen für den Tourismus beeinträchtigen. Zudem haben alle drei laut Enders völlig ausgeblendet, dass die Leitung auch bezahlt werden muss. Wirklich bezahlen müssen das alles die Stromkunden.

Mit ihrer verspäteten Reaktion auf das Jarass-Gutachten, könne die Deutsche Energieagentur nicht darüber hinwegtäuschen, dass Jarass und Obermair für ihre Berechnungen die gleichen Zahlen zugrunde gelegt haben, wie DENA und Vattenfall. Nur mit einem anderen Ergebnis. Vattenfall will bis zur bayrisch-thüringischen Landesgrenze zwölf Seile für die 380-kV-Leitung spannen. Eon beabsichtigt aber nur sechs Seile weiter zu führen. Das ist der Irrsinn. Nicht die Professoren Lorenz Jarass und Gustav Obermair ist der Vorwurf der Unseriosität zu machen. Vattenfall, Eon und DENA glauben sich offensichtlich selber nicht!, so die Landtagsabgeordnete.

Kritiker weiter bestärkt

Am Dienstag hatte die Landtagsfraktion Die Linke in Erfurt sowohl Vattenfall als auch Obermair zur Diskussion über die 380 kV-Leitung eingeladen. Vattenfall ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Gustav Obermair stärkte die Kritiker dieser Leitung. Seine Aussage, mit etwa einen Viertel der Kosten, kann das vorhandene Höchstspannungsnetz so ausgebaut werden, damit der in den neuen Bundesländern erzeugte Windstrom aufgenommen und weiter geleitet werden kann. Notwendig dazu ist Hochtechnologie, der Einsatz von Hochtemperaturseilen und Temperaturmonotoring. Eine Prüfung der Erdverkabelung kann sich die Landesregierung sparen, so die Petra Enders abschließend.

Quelle Freies Wort vom 14.12.2007



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