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Bockstädter würden lieber mit als gegen Schalkauer BI kämpfen

23.02.2007 | BOCKSTADT - „Die Bürger der ehemaligen Grenzgemeinde Bockstadt sind empört. Sie fühlen sich wieder einmal vergessen, hintergangen, nicht ernst genommen." So beginnt ein Schreiben an Freies Wort, das sich mit den Alternativvorschlägen für den Trassenverlauf der geplanten 380-KV-Leitung beschäftigt.

„Eine 380- KV-Leitung, ein Megavoltmonster mit 61 Meter hohen Masten und einer Schneisenbreite von etwa 100 Metern, soll nach den Plänen von Vattenfall den Thüringer Wald durchschneiden und schon 2008 in Betrieb gehen", heißt es in dem Schreiben von Bürgern aus Bockstadt und Herbartswind weiter.

Etliche Bürgerinitiativen in ganz Thüringen machen gegen diese Pläne bereits mobil. Sie seien ebenso empört über das, was mit normalem Menschenverstand schon fast nicht mehr zu fassen ist, meinen die Bockstädter.

Das betrifft auch die Bürgerinitiative Schalkau. Mit viel Engagement setze man sich da für den Erhalt der Natur und der Gesundheit der Menschen ein. Anstatt aber die Kooperation mit den Menschen jenseits von Katzberg und Bachfeld zu suchen und generell die Trasse in Frage zu stellen, machten der Schalkauer Bürgermeister Reinhard Zehner und der Sprecher der Bürgerinitiative, Bernd Büttner, am 12. Februar im Landesverwaltungsamt Weimar einen neuen Trassenvorschlag. Ohne das Wissen der Nachbarn und des Bürgermeisters von Bockstadt, Sven Gregor. Dieser Vorschlag verlagert das Problem nur, und zwar in die Nähe von Naturschutzgebieten und in unmittelbare Nähe der A 73, ärgern sich viele Leute in Bockstadt, Herbartswind und auch in Heid. „Schließlich kennen sich ja die Menschen, die keinen Kilometer von der Autobahn entfernt leben müssen und täglich vor Ort durch Lärm und Emissionen erfahren, welche Einschränkungen in die Lebensqualität solche Eingriffe bedeuten, damit aus", meint man sarkastisch.

Mache man solche Vorschläge, dann stelle man letztendlich das Grundanliegen, nämlich gegen ein Megavoltmonster durch den Thüringer Wald zu protestieren, in Frage. Man mache sich unglaubwürdig mit dem Anliegen, dass es um den Erhalt unserer Natur und um die Gesundheit von Mensch und Tier gehe.

Empörung und Verwunderung bleiben. Warum wurden die Bürger der betroffenen Gemeinden im Vorfeld nicht über diese Absicht informiert? Soll es um eine gemeinsame Sache gehen.... oder? Das möchten die Bockstädter., Herbartswinder und Heider gern beantwortet haben. Und sie wollen ihren Protest gegen die Trassenpläne bündeln - in einer Bürgerinitiative. (red)

Bürgerinitiative wird gegründet

Am Sonntag, 25. Februar, wird um 18 Uhr eine Versammlung zur Gründung der Bürgerinitiative Bockstadt-Herbartswind-Heid stattfinden. Treffpunkt ist das Gasthaus „Zum Waidmann" in Bockstadt.

Quelle Freies Wort vom 23.02.2007

 

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