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„Zusammen kämpfen!"

07.11.2007 | Coburg - „Mit dem Gutachten ist unsere Arbeit noch nicht beendet. Wir müssen uns auf jeden Fall noch mit  den sicherlich bald folgenden Gegenargumenten der Stromversorger auseinandersetzen." Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan, der dieDiskussion nach dem Vortrag von Professor Jarass moderierte, appellierte an alle Beteiligten, sich weiterhin mit dem selben Engagement, wie bisher, gegen die 380-kV-Leitung zu wehren.

Petra Enders, Bürgermeisterin von Großbreitenbach (Thüringen), schlug vor, vielleicht mit einer Sammelklage der beteiligten Gemeindendie Einstellung des Raumordnungsverfahrens zu erreichen. „Esist schön zu sehen, dass Thüringer und Franken zusammen für eine Sacheeintreten." Vor dem Thüringer Landtag will Enders erreichen, dass die 380-kV-Leitung abgelehnt wird. „Wichtig ist, dass das Gutachten vor Gericht Stand hält, aber da bin ich mir sicher."

 „Wir haben vorgeschlagen, eingehend prüfen zulassen, ob die Leitung wirklich nötig ist, aber die Staatsregierung hat sich nicht darumgekümmer", beklagte Landtagsabgeordnete Ulrike Gote aus Bayreuth (Bündnis 90/Die Grünen). Auf ihre Frage, ob es außer Leitungsmonitoring und Hochtemperaturseilen noch andere Möglichkeiten zur Kapazitatserweiterung gebe, antwortete Professor Jarass knapp: „Es braucht keine anderen Möglichkeiten. Die beiden genannten reichen aus unsererSicht völlig aus."

Wolfgang Weiß (Vorsitzender der Greenpeace-OrtsgruppeCoburg) fragte bei Professor Jarass nach, was die Dena-Studie, die vonEon und Vattenfall als Begründung für die Notwendigkeit der 380-kV-Leitung herangezogen wird, nicht stimme. Die Antwort: „Die Dena-Studie tut so, als gäbe es weder Leitungsmonitoring, noch Hochtemperaturseile. Das ist falsch, dieseMöglichkeiten der Leitungsertüchtigung müssen in Betracht gezogen werden."

Ludwig Trautmann-Popp, Energiereferent des Bund Naturschutz, schlug den Betroffenen vor, sich an die Europäische Union zu wenden. „Die EU will die Liberalisierung des Stromnetzes, und das ist in Deutschland nicht der Fall." Vielleicht könne manauf diesem Wege die 380-kV-Leitung verhindern.

"Wie viel Strom würde denn eigentlich durch die Leitung fließen?" Das wollte Detlev Hirt von der Bürgerinitiative Weidhausen wissen. „Da kann ich nichts da zu sagen, denn das wären Spekulationen. Und wir spekulieren nicht, sondern halten uns an die Fakten. Sonst hätten wir vor Gericht keine Chance", sagte Professor Jarass.

Quelle Coburger Tageblatt vom 07.11.2007



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