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Eon setzt auf Netzstudie von „dena"

02.11.2007 | Coburg - Gewaltig unter Beschuss ist die in Bayreuth beheimatete Eon-Netz durch das „Jarass-Gutachten" geraten.

Michaela Fiedler aus der Unternehmenskommunikation von Eon hat dem Tageblatt einige Fragen aus der Sicht von Eon beantwortet.

CT: Die Gegner der Trasse sagen: Es gibt für sie keinerlei Notwendigkeit!Was sagt Eon dazu?

Michaela Fiedler: Für Eon Netz hat die dena-Netzstudie nach wie vor Gültigkeit. Danach ist die Leitung bis zum Jahre 2010 erforderlich, um die zunehmende Stromerzeugung
aus der Windkraft zum Verbraucher zu transportieren. Zugleich kommen wir damit unserer gesetzlichen Verpflichtung zum unverzüglichen Netzausbau für die Integration
erneuerbarer Energien nach. Dies hat das Gutachten von Jarass nicht widerlegen können.Er meint, dass wir die höhere Transportkapazität von Freileitungen bei kaltem und windigem
Wetter, das FreileitungsMonitoring, nicht berücksichtigen. Tatsache ist, dass auch bei Berücksichtigung solcher Reserven die Notwendigkeit des Leitungsneubaus nicht entfällt.
Da sind die Berechnungen eindeutig.

Was sagen Sie zur Forderung, das Raumordnungsverfahren sofort einzustellen und das Projekt damit schnell „sterben" zu lassen?

Wenn wir das Projekt nicht weiter verfolgen würden, würden wir uns gesetzeswidrig verhalten.Das ist keine Alternative.

Einige Gemeinden haben schon jetzt angekündigt, bis zur letzten Instanz gegen die Trasse zu klagen.Kann sich Eon solche Verzögerungen überhaupt leisten?

Wir wollen unseren gesetzlichen Auftrag erfüllen, und wir wollen dabei den berechtigten Interessen der Anwohner und Kommunen soweit wie möglich Rechnung tragen. Da, wo sich
planerische Konflikte ergeben,müssen wir darüber reden. Wir sind jederzeit gesprächsbereit und setzen darauf, die Konflikte auch ohne den Richter lösen zu
können. Sollte sich das Projekt am Ende durch Klagen verzögern, wären die Leidtragenden im übrigen nicht wir, sondern die Windmüller in Norddeutschland. Das sollte
sich jeder, der heute an eine Klage denkt, überlegen.

Professor Jarass stellt Eon in seinem Gutachten ganz schön an den Pranger. Was will ihr Unternehmen tun, um die Bevölkerung über das Projekt aufzuklären?

Zunächst bedauern wir, dass Professor Jarass weder mit uns noch mit der Vattenfall gesprochen hat. Dabei hätten sich sicherlich manche Fragen klären lassen. Im übrigen setzen wir
auch gegenüber der Öffentlichkeit auf eine offene Kommunikation. Wir haben in den letzten anderthalb Jahren rund 50 Gespräche mit Bürgermeistern, Landräten und Bürgerinitiativen
geführt. Zahlreiche Informationveranstaltungen für Bürger der betroffenen Gemeinden haben stattgefunden. Und das wohlgemerkt, noch bevor das Raumordnungsverfahren
Ende August eröffnet wurde. Wir haben nichts zu verbergen und werden auch weiterhin über den Fortgang des Verfahrens informieren. Wir stehen für Gespräche jederzeit
bereit - gerne auch mit Herrn Jarass.

Quelle Coburger Tageblatt vom 02.11.2007



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