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Nicht mal selber in der Klarheit erwartet

30.10.2007 | Großbreitenbach/Wiesbaden Das gestern der Öffentlichkeit vorgestellte wissenschaftliche Gutachten zur Frage Sinn oder Unsinn der vom Energiekonzern Vattenfall geplanten Höchstspannungstrasse wird für dieLandespolitik und -verwaltung umfassende Konsequenzen haben. Darin zeigten sich vor Kameras und Mikrofonen zahlreicher Sendeanstalten und Printmedien im Großbreitenbacher Feuerwehrhaus nicht nur die Auftraggeber und Finanzierer der Studie einig, zu denen vier Landkreise Thüringens und Bayerns sowie 25 Städte und Dörfer plus drei landesübergreifende Bürgerinitiativen gehören. Prof. Dr. Lorenz Jarass, dessen renommierte Wiesbadner Forschungsgesellschaft für Alternative Technologien und Wirtschaftsanalysen (ATW) gemeinsam mit Prof. Dr. Gustav Obermair (Uni Regensburg) das unabhängige Gutachten erarbeitete und nun voraufmerksamem Auditorium anschaulichst erläuterte: Ich habe nicht mal selber in dieser Klarheit dasResultat erwartet: Aber die geplante Trasse ist volkswirtschaftlich und mit Windenergietransport - Argumenten absolut unbegründbar! Von historischer Dimension: Gigantische  Steuervergeudung.

Jarass, zu dessen Auftraggebern ansonsten von der Weltbank und EU bis zur OECD auch die Bundesregierung gehört: Für mich ist die von unten gestartete Bürgerinitiative von historischer Dimension, da sie erstmals seit dem Mauerfall landesübergreifend auf Sachargumenten bauend zurecht Protest geltend macht. Von nicht minderer Dimension sei die gigantische Steuervergeudung, mit der das Landesverwaltungsamt (LVA) das Raumordnungsverfahren durchzog und ab Altenfeld weiter führen will, ohne pauschale Vattenfall - Windenergie - Begründung und den wirklichen Zweck zu hinterfragen. Es habesich gezeigt, dass das LVA keine aussagekräftigen Zahlen von Vattenfall vorgelegt bekam. Hier sei auf Steuerzahlerkosten ein LVA - Beschäftigungsprogramm gelaufen, das in seiner Folge ohnehin vielbeschäftigte Bürgermeister betroffener Kommunen durch Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die Bürger zusätzlich beschäftigte.

Das Gutachten untersuchte ausschließlich wirtschaftlich - technische Aspekte der Pläne, deren Öko - Etikettierung dabei voll hinten runter fiel. Nach Stand der Technik gebe es keinerlei Neubau - Notwendigkeit, weil es zu der technologisch vielfach billigere Möglichkeiten u.a. durch ptimierung bestehender Systeme gibt. Die Schlussfolgerung aus dem Gutachten, dass es letztlich beim Neubau nur um die profitorientierte Strombörsenanbindung der Gelddruckmaschine Pumpspeicherwerk Goldisthal geht, überließ Jarass anwesenden Bürgerinitiativen (BI) und deren Interessengemeinschaft Achtung Hochspannung. Ihr Sprecher Siegfried Kriese dankte unter Beifall der Kommunal- und BI-Vertreter für die breite Solidarität bei Finanzierung des Gutachtens: Was wir alle ehrenamtlich und selbstfinanziert leisteten, wäre voll die Sache der Politiker gewesen, die vom Steuergeld der Bürger leben.Aber die Landespolitik hat ja hier sowas von versagt! Gastgeberin, Bürgermeisterin und Linke-Landtagspolitikerin Petra Enders, die maßgeblich die Protesteund das Gutachten initiierte, sagte zum weiteren Vorgehen nach den Enthüllungen durch die Studie: Was für ein Skandal! Das LVA hätte verdammt noch mal seine Arbeit machen, die Landesregierung ihreDaseinsvorsorge für die Bürger wahrnehmen müssen. Es wird sofort Kontakte mit dem Land, der Bundesregierung und EU geben. Politische Forderung: Abbruch der Raumordnungs- undPlanfeststellungsverfahren!  K.-U. Hubert

Quelle Freies Wort vom 30.10.2007



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