»Kontakt    »Impressum   

Stunde der Trassen-Wahrheit

20.10.2007 | Großbreitenbach/Wiesbaden Buchstäblich mit Hoch-Spannung erwartet die Interessengemeinschaft Vorsicht Hochspannung der vereinten Bürgerinitiativen gegen die Höchstspannungs-Trassenbaupläne vonVattenfall Europe Transmission nun den 29. November 2007.

Ab 14:00 Uhr wird dann in Großbreitenbach, das maßgeblich für die Koordinierung und Initiierung des Trassen-Widerstands wirkte, das unabhängige wissenschaftliche Gutachten zur Trassen-Notwendigkeit vorgestellt. Über 30 Initiativen sowie Kommunen und die vier Landkreise Hildburghausen, Sonneberg, Coburg sowie der Ilmkreis hatten sich an der fünfstelligen Kostensumme für das Gutachten des europaweit renommierten Wiesbadener Energie- und Wirtschaftsexperten Professor Lorenz Jarass finanziell als Auftraggeber beteiligt. Teilweise zunächst mit gemischten Gefühlen, denn Jarass ließ nie Zweifel, dass die aufwendige Auftragsarbeit seines ATW-Forschungs-Teams in Wiesbaden kein
Gefälligkeitsgutachten werden kann, so gestern Bürgermeisterin Petra Enders. Vertreter der beteiligten Kommunen von Thüringen bis Nordbayern sowie bundesweite Medien würden eben so wie die Bürgerinitiativen erst an diesem Tag erfahren, ob und warum alles gegen die Trasse spricht... oder eben auch nicht.

Professor Jarass kann's schon echt spannend machen; er betonte dieser Tage mir gegenüber am Telefon, es werde noch nichts verraten, so Enders, die indes fest überzeugt ist: Die Trasse wird nur mit demErneuerbare-Energien-Gesetz etikettiert, soll aber vorallem dem profitablen Handel an der Strombörse dienen, für den Vattenfall mit dem Pumpspeicherwerk Goldisthal einen Trumpf in Händen hält. Wichtigstes Ziel sei, mit der Studie nun erst mal wirklich unabhängigen Sachverstand auch im Landtag Gehör zu verschaffen und zur Geltung zu bringen. Enders als Landtagsabgeordnete (Die Linke): Eigentlich fragt man sich ja, weshalb der Ministerpräsident mitunter "Landesvater" genannt wird, wenn er sowenig Fürsorglichkeit für riesige trassenbetroffene Gebiete wahrgenommen hat. Eigentlich müsste der Freistaat, wie in anderen Bundesländern üblich, ein solch unabhängiges Gutachten einfordern. Und bezahlen!
Von Klaus-Ulrich Hubert

Quelle Freies Wort vom 20.10.2007



 WEITERE AKTUELLE INFORMATIONEN

Der Schnappschuss des Tages!!!Am 01.05.2014 war an der ICE-Brücke am Froschgrundsee bei Rödental ein Groß-Banner mit folgender... mehrmehr
Das Planfeststellungsverfahren für den Neubau der 380kV-Trasse Landesgrenze Bayern/Thüringen - Redwitz a. d. Rodach wurde eröffnet. Seit 17.09. haben... mehrmehr
Auswertung der politischen Umfrage (vom Juni/Juli 2013) zu Netzausbau und Energiewende in Deutschland: In der Interessengemeinschaft „Achtung... mehrmehr
Am 18.07.2013, 11:30 Uhr findet eine mündliche Verhandlung in der Verwaltungsstreitsache 380 kV Südwest-Kuppelleitung statt (Stadt... mehrmehr
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und die UVP-Gesellschaft e.V. (Gesellschaft für die Prüfung der Umweltverträglichkeit)... mehrmehr
 

Copyright © 2007 - 2013
Achtung-Hochspannung.de
Alle Rechte vorbehalten

©design by nineteen62