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"Erdverkabelung wäre der richtige Schritt, um auf die Anwohner zuzugehen"

15.10.2007 | In die Diskussion zum Bau einer Hochspannungstrasse durch den Thüringer Wald schaltet sich jetzt auch der grüne Bundestagsabgeordnete und frühereBundesumweltminister Jürgen Trittin ein.

"Die Argumente für die riesigen Überlandleitungen werden nicht besser, indem man sie einfach wiederholt. Ich kenne diese Diskussion schon lange: Immerwieder werden die sogenannte Umlagefähigkeit und die Kosten als Begründung herangezogen.

Die Umlagefähigkeit wurde jedoch auf Drängen der Energiekonzerne aus dem Gesetzentwurf gestrichen und wird jetzt als mangelnde Ver-antwortung derPolitik dargestellt.

Und was die Kosten angeht: Natürlich muss ein Unternehmen wirt-schaftlich handeln - aber es ist unfair, wenn es vor allem zum klaren Nachteil derMenschen im Thüringer Wald ist. Es geht nicht, dass Vattenfall und Eon dieTrassen günstig quer durchs Land schlagen und mit der Netznutzung gutes Geld verdienen, während Anwohner nur die Masten vor die Nase gesetzt bekommen.Wenn eine neue Leitung wirklich notwendig ist, wäre eine Erdverkabelung derrichtige Schritt, um auf die Anwohner zuzugehen."

2005 hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung einen Gesetzentwurf für ein Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz beschlossen, der auch eineRegelung zum Stromnetzausbau vorsah. Damit sollte auch der notwendige Ausbauder Stromnetze beschleunigt werden. Der Gesetzentwurf enthielt einen Vorschlag, der die generelle Möglichkeit einer Planfeststellung vonErdkabeln und die Umlagefähigkeit der Mehrkosten vorsah. Dieser Vorschlagwie auch spätere Kompromisse dazu scheiterten - nach Intervention der Energiekonzerne.

Quelle Pressemitteilung: Jürgen Trittin zur 380 kV-Trasse



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