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Starkstromleitung schreckt Häuslebauer

11.10.2007 | HOCHSTEDT. Ein Häuschen im Grünen, nur zehn Minuten von der Stadt entfernt? Kein Interesse. Jedenfalls nicht, wenn eine 380-kV-Leitung das Grundstück kreuzt. Hochstedt will einen Bebauungsplan aufheben lassen, weil sich niemand für die Wohnlage interessiert. "Ich höre immer wieder das Gleiche: Wir investieren doch nicht Tausende Euro in einen Neubau, und in zehn Jahren ist unsere ganze Familie krank", sagt Bürgermeister Egon Angelroth. Seit 1994 ist das Stadtweg-Areal im Südwesten Hochstedts als Baugebiet für etwa 25 Häuser ausgeschrieben. Noch aber ist kein Grundstück verkauft.

Erst scheuten die Häuslebauer die bereits bestehende Starkstromleitung. Ein Grundstück liegt nur 18 Meter davon entfernt. Jetzt, wo der Energieriese Vattenfall den Neubau einer weiteren Trasse nur einige Dutzend Meter entfernt anmeldete, sind auch die letzten Interessenten vergrault. Außerdem haben sich die Landbesitzer zusammengeschlossen und vereinbart, für die niedrigen Preise, die inzwischen nur noch für ihre Ländereien geboten werden, nicht zu verkaufen. Hochstedt gibt sein Baugebiet auf, will sich nun auf Lückenbebauung im Ort konzentrieren, sagt Angelroth.

Zwar hat Vattenfall kürzlich mündlich angekündigt, man werde überlegen, die Trasse ein Stück weiter westlich vorbei am Ort zu setzen. Den Forderungen von Bürgerinitiative und Stadt entspricht das aber noch längst nicht, sagen sowohl Uwe Spangenberg, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Umwelt, als auch Silke Palmowski von der Bürgerinitiative Hochstedt.

Wie gefährlich der befürchtete Elektro-Smog ist, soll ein Gutachten zeigen, dass die Bürgerinitiative gefordert und die Stadt mit 5000 Euro unterstützt hat. Claudia NOLTE

Quelle Thüringer Allgemeine vom 11.10.2007




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