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Land kann Stromtrasse nicht stoppen

22.09.2007 | Die Thüringer Landesregierung sieht sich nicht in der Lage, die umstrittene 380-Kilovolt-Stromleitungdurch den Thüringer Wald noch zu verhindern. Das hat Bauminister Andreas Trautvetter (CDU) gestern im Landtag in Erfurt erklärt. ERFURT Grund sei, dass die Trasse im vorrangigen Verbundplan der EU festgeschrieben sei. Das Land habe damit gar keine Kompetenz, über die Notwendigkeit der Trasse zu entscheiden. Auch SPD-Umweltpolitikerin Sabine Doht erklärte, zu verhindern sei die Trasse vermutlich nicht mehr. Deshalb müsse nun versucht werden, sie möglichst umweltverträglich zu gestalten.

Laut Trautvetter hatte das Land immerhin erreichen können, dass die Zahl der durch den Thüringer Wald führenden fünf Hochspannungsleitungen gleich bleibt. Bislang gibt es fünf solcher Leitungen. Wenn die vom Stromkonzern Vattenfall geplante Trasse gebaut werde, solle eine Leitung des Energiekonzerns Eon gekappt werden.

Während die Linken-Abgeordnete Petra Enders erneut erklärte, die Leitung werde nicht gebraucht, warnte Doht vor den Folgen für den Tourismus. Im Thüringer Wald seien 35.000 Arbeitsplätze von den Besuchern abhängig. Ihnen dürfen wir nicht die Grundlage entziehen.

Mit der Trasse, die von Vieselbach bei Erfurt über Altenfeld (Ilmkreis) zur Landesgrenze mit Bayern führen soll, will Vattenfall Strom von Windparks in Norddeutschland in die Industrieregionen in Bayernund Baden-Württemberg leiten. Für den Abschnitt von Altenfeld zur Landesgrenze steht laut Trautvetter die Umweltprüfung noch aus. Sechs Naturschutz- und ein Vogelschutzgebiet würden berührt. Das von 32 Städten und Gemeinden in Thüringen und Bayern in Auftrag gegebene Gutachten könne noch in die Planungsverfahren eingebracht werden. (red)

Quelle Freies Wort vom 22.09.2007 



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