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E.ON: Die Natur ist ohnehin fast zerstört

17.09.2007 | DÖRFLES-ESBACH - Nur noch in Sarkasmus flüchten konnte sich Bürgermeister Udo Döhler bei der Vorstellung der Unterlagen zum Raumordnungsverfahren für die von der E.ON geplante 380-Kilovoltleitung. Am 3. September, und damit zwei Wochen später als angekündigt, waren die drei Ordner bei der Gemeinde eingegangen. Döhler: „Im Klartext heißt es bei der West-Trasse, von der Dörfles-Esbach betroffen wäre, hier ist die Natur durch IGE und Autobahn ohnehin schon so zerstört, dass es auf die 380-Kilovoltleitung auch nicht mehr ankomme." In den Raumordnungsunterlagen wird etwas kryptischer von den großen Vorteilen gesprochen, die eine Bündelung der Strom-, Schienen- und Autobahntras-sen mit sich bringen.

Der Eindruck von Bürgermeister Döhler nach der Lektüre der Unterlagen und dem Vergleich, wie die Trassenvarianten bewertet wurden: „Wenn die 380-Kilovoltleitung kommt, dann bei uns." 45 Meter hoch werden die Masten sein, die vom Froschgrund Richtung Dörfles-Esbach laufen. Beim Esbacher See soll die vorhandene 110 Kilovoltleitung mit aufgenommen werden. Die Masthöhe beträgt dann bis Redwitz 53 Meter Höhe. Um das Itztal zu überbrücken sind gar 70 Meter hohe Masten nötig, neben den Autobahn- und ICE-Brücken. Die Bevölkerung wird im Rahmen einer öffentlichen Auslegung der Unterlagen vom 19. September bis 19. Oktober im Rathaus beteiligt. Bis zum 20. Oktober ist Gelegenheit zur schriftlichen Äußerung gege- ben. Bis zum 21. Oktober will Prof. Jarass, der von den betroffenen Gemeinden in Thüringen und Bayern mit einem Gutachten zur Notwendigkeit der Trasse beauftragt wurde, ein vorläufiges Ergebnis vorlegen. Die endgültige Stellungnahme der Gemeinde wird in der Sitzung am 8. November beraten und beschlossen.

Quelle Neue Presse Coburg vom 17.09.2007



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