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Vor der Demo am Landtag: Breite Front entgegen St.Floriansprinzip

15.09.2007 | Demonstrativ setzte gestern der Bürgermeister von Königsee, Jens Andreas Sprenger, in Großbreitenbach
seinen Namenszug als 904. unter eine Unterschriftensammlung, die Bürger von Königsee und seiner
ländlichen Ortsteile emsig sammelten.

GROSSBREITENBACH/KÖNIGSEE Bei der Übergabe der Unterschriftenmappe an Bürgermeisterin Petra
Enders war die sichtlich bewegt, dass die von Großbreitenbach maßgeblich unterstützte
Interessengemeinschaft der Anti-Trassen-Bürgerinitiativen Achtung Hochspannung! auch von jenseits der
Hauptkampflinie unmittelbar betroffener Gemeinden breite Unterstützung erfährt.
Nachdem zuletzt das benachbarte Altenfeld 169 Protestunterschriften ans Landesverwaltungsamt sandte,
erkennen immer mehr Bürger und Kommunen: Auch wenn durch die Westvariante der geplanten
380-Kilovolt-Trasse von Vattenfall der bittere Kelch an ihrem Ort vorerst vorbei ging: Man muss den
Kampf gegen die Landschaftszerschneidung durch eine eben so mächtige wie fragwürdige
Höchstspannungstrasse als Engagement für den Erhalt des kulturellen, landschaftlichen und touristischen
Raumes Thüringen betrachten! So Sprenger mit dem Hinweis, man dürfe nicht nur den eigenen Kirchturm
als Mittelpunkt der Interessen sehen. Auch wenn einem bekanntlich das Hemd näher als die Jacke ist
gerade gegen das St.Floriansprinzip wollen wir als Kommunen ankämpfen und ihnen Mut machen!

Klopfend von Tür zu Tür
Auf den (buchstäblich langen) Weg gebracht hat die Aktion in der Kreisnachbarschaft Peter Schneider aus
dem Ortsteil Lichta: Klopf-klopf, von Tür zu Tür, mitunter eine Viertelstunde Gespräch in den Familien,
dann haben die meisten Bürger erkannt, dass alles, was ein paar Kilometer nebenan passiert, auch sie
angeht und betrifft, so Schneider nicht ohne Stolz. Und er fügt hinzu: Bewundernswert, wie hier und bei
anderen Bürgerinitiativen schon gekämpft wurde. Und wird!, wie Enders versichert. Denn neben den Ende
Oktober erwarteten, ersten Aussagen des unabhängigen wissenschaftlichen Gutachtens über die generelle
Notwendigkeit der Trasse, die das Land nicht zuwege brachte, gehe es darum, endlich die
Landtagsabgeordneten aufzurütteln, sich über die Folgen der Trasse für das Schutzgut Mensch und

Landschaft klar zu werden. So laden Bürgerinitiativen von Bayern bis Thüringen am 20. September von
16 bis 18 Uhr zur Demonstration gegen die Trasse vor den Erfurter Landtag ein, um von dem die
Aussetzung des Planfeststellungsverfahrens zu fordern. Ab Großbreitenbach (14 Uhr Marktplatz) werden
Bustransfer und Fahrgemeinschaften organisiert ( 036781-48125). U. HUBERT
Alle Rechte

Quelle Freies Wort vom 15.09.2007



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