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EXPERTENRUNDE Podiumsgespräch „Thüringen unter Hochspannung“

18.01.2007 | ILMENAU - Die geplante 380 KV-Hochspannungsleitung über den Thüringer Wald hat zahlreiche Bürgerinitiativen vom Ilmtal bis ins Coburger Land mobilisiert. Pro und Kontra wird am Montagabend in der Mensa der TU diskutiert. Die Experten hoffen auf großes Interesse, auch von außerhalb. 

Die ,,Südwestkuppelleitung‘‘ erhitzt die Gemüter auch im Ilmkreis. Montagabend, 22. Januar, 19.30 Uhr, findet dazu in der Mensa der Technischen Universität am Ehrenberg, Max-Planck-Ring 1, ein Podiumsgespräch statt. Der Diskussion stellen sich Professor Heinrich Brakelmannn von der Universität Duisburg-Essen/Campus Duisburg, als Fachmann für Energietransport und -speicherung, Wolfgang Neldner, Geschäftsführer Vattenfall Europe Transmission, Ralf Bischof, Geschäftsführer des Bundesverbandes Windenergie, Benno Kaufhold (CDU), Landrat des Ilmkreises, und Hans-Josef Fell (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Deutschen Bundestages, Sprecher für Energie- und Technologiepolitik. Moderiert wird das Podiumsgespräch von Jens Voigt, Redakteur dieser Zeitung. 

Die Stromkonzerne Vattenfall und Eon planen eine 380 KV Hochspannungsleitung durch den Thüringer Wald. Momentan läuft das Planfeststellungsverfahren. Derweil regt sich in Thüringen und Franken Widerstand. Die Trassengegner befürchten die Verschandelung des Thüringer Waldes. Zahlreiche Bürgerinitiativen kämpfen bereits vor Ort gegen den Bau der Trasse. Als Begründung für den Bau der ,,Südwestkuppelleitung‘‘ wird auf die Studie ,,Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis 2020‘‘ der Deutschen-Energie-Agentur (DENA) hingewiesen. 

Ist diese ,,Südwestkuppelleitung‘‘ für die Anpassung des deutschen Stromnetzes an den steigenden Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien tatsächlich notwendig? Soll nicht auch billiger Atomstrom aus dem Osten durch diese Leitung transportiert werden? Sind bereits alle Möglichkeiten hinsichtlich der Auslastung bestehender Leitungen ausgeschöpft? Welche Alternativen zum Bau einer oberirdischen Stromtrasse gibt es? Sind diese wirtschaftlich und naturverträglicher? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten? 

Das sind nur einige Fragen, die den Experten wohl gestellt werden. In der Podiumsdiskussion soll das geplante Projekt hinterfragt werden. Welche Alternativen gibt es? (red.)

Quelle Freies Wort vom 18.01.2007

 

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