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Unabhängige Studie endgültig abgelehnt

25.07.2007 | Endgültig abgelehnt wurde der Antrag der SPD-Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld von der CSU-Mehrheit im Bayerischen Landtag, eine von den Energieversorgern unabhängige Studie zur geplanten 380-kV-Hochspannungsleitung erstellen zu lassen. Dies gab die Politikerin in einer Presseerklärung am Montag bekannt.

COBURG/ MÜNCHEN Biedefeld betonte in der Aussprache im Landtag, dass der Widerstand aus der Bevölkerung gegen diese Kuppelleitung ständig größer werde. Dabei hegte die Abgeordnete Zweifel daran, dass die von der Deutschen Energie-Agentur (DENA) erstellte und bislang einzig vorhandene Studie objektiv sei. Schließlich wurde diese vom Verband der Netzbetreiber und von der Energiebranche mitfinanziert und auch mit ausgearbeitet.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende appellierte an die Glaubwürdigkeit der CSU. Schließlich würden sich viele CSU-Kommunalpolitiker vor Ort gegen die Trasse aussprechen. Ziel der Studie sei es, die grundsätzliche energiewirtschaftliche Notwendigkeit der Kuppelleitung zu eruieren und nach Alternativen zu suchen. Auch die Überprüfung der so genannten Nulllösung also überhaupt keine Trasse war ein Inhalt der geplanten unabhängigen Studie.

Kein Verständnis für Energieversorger

Kein Verständnis hatte Biedefeld für die Haltung der Energieversorger, die Erdverkabelung aus Kostengründen kategorisch abzulehnen. Bei den Umsatz- und auch Gewinnsteigerungen, die die großen Energie-Monopolisten einfahren, ist es nicht in Ordnung, die Erdverkabelungen aus wirtschaftlichen Aspekten abzulehnen.

Biedefelds Appell an die CSU-Kollegen (Zeigen Sie, dass Sie die Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen, dass Sie auch die Natur ernst nehmen und nicht länger allein die Partikularinteressen von Energiemonopolisten vertreten) blieb unerhört.

Nicht dabei

Der SPD-Antrag wurde mit 80 zu 44 Stimmen durch die CSU in namentlicher Abstimmung abgelehnt. Unter den 80 Nein-Stimmen befinden sich auch die der oberfränkischen CSU-Landtagsabgeordneten Christian Meißner, Heinrich Rudrof, Melanie Huml, Walter Nadler, Gudrun Brendel-Fischer, Alexander König und Eduard Nöth, schreibt Susann Biedefeld in der Presseerklärung. Nicht anwesend und damit nicht an der Abstimmung beteiligt haben sich von den oberfränkischen CSU-Abgeordneten Jürgen W. Heike, Dr. Helmut Müller und Dr. Werner Schnappauf, heißt es abschießend.

Quelle Neue Presse vom 25.07.2007

 

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