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Nicht ohne gewisses Maß an Einsicht

28.07.2007 | Nicht ohne gewisses Maß an Einsicht und: Dankeschön Ilmenau Kontakt mit Bevölkerung von Böhlen, da uns diese unterstützen will und über ablehnendes Verhalten des Bgm Krannich entsetzt ist...

BÖHLEN/GROSSBREITENBACH Diese kurze Protokollanmerkung aus der jüngsten Beratung der länderübergreifenden Interessengemeinschaft Achtung Hochspannung zur Finanzierung des konzernunabhängigen Experten-Gutachtens über die Höchstspannungstrassen-Notwendigkeit (wir berichteten) führte jetzt zum Echo von jenseits des Böhlener Tales.

Bürgermeister Reiner Krannich (CDU) ließ gestern gegenüber der Presse wissen: Als Bürgermeister respektiere ich das Engagement der Bürger. Insbesondere, wenn es darum geht, Infrastrukturvorhaben wie die 380-kV-Leitung durch den Thüringer Wald zu hinterfragen. Auch ich stehe dem Vorhaben seit jeher kritisch gegenüber, jedoch nicht ohne ein gewisses Maß an Einsicht in die Notwendigkeit. Für Krannich sei indes die Kritik der Interessengemeinschaft an der demokratischen Entscheidung im Gemeinderat gegen eine finanzielle Beteiligung am Protest unverständlich. Während er diese Entscheidung mit der gemäß Raumordnungsverfahren Nichtbetroffenheit Böhlens (das bereits von einer Trasse betroffen ist) begründete und es somit bei aller Solidarität nicht möglich ist, öffentliche Gelder aus dem Gemeindehaushalt zur Verfügung zu stellen, würdigte Bürgermeisterin Petra Enders am Donnerstagabend im Großbreitenbacher Stadtrat andere Nichtbetroffene: Dankeschön Ilmenau für die Solidarisierung und tausend Euro für die Jarass-Studie. Wir werden uns wie bereits gegen Infrastruktur-Ausdünnungen der Uni-Stadt, erkenntlich und gegebenenfalls erneut solidarisch zeigen. Denn so gut wies Ilmenau geht, gehts auch der Region. Auch Erfurt ist für 5000 Euro sowie den vielen kleinen Orten und ihren bürgerschaftlichen Initiativen ist herzlich für ihre Solidarität zu danken.

Reinhard Krannich: Über das Verhalten des Böhlener Bürgermeisters entsetzt zu sein, zeugt von wenig sachlicher Argumentation. Der Bürgerschaft steht es natürlich frei, sich an Protesten zu beteiligen. Ich erinnere daran, dass ich bereits 2005 auf das Projekt aufmerksam machte und meine Besorgnis über dessen Auswirkungen in einer Unterschriftenaktion der Bürger gegenüber Vattenfall und dem LVA zum Ausdruck brachte. Die Trasse wurde durch die Gemeinde in allen Varianten abgelehnt, besonders wäre Böhlen durch die Ostvariante beeinträchtigt gewesen. Ich warne dringend davor, die Varianten-Debatte in die Richtung wieder zu eröffnen. (uhu)

Quelle Freies Wort vom 28.07.2007

 

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