»Kontakt    »Impressum   

Bockstadter zögerten nicht

25.07.2007 | Während sich die Schalkauer Stadträte wohl auch angesichts der Bürgerinitiative, die andere Ziele verfolgt schwer tun mit der Zusage von knapp 2000 Euro zur unabhängigen Studie, die Notwendigkeit der Leitung betreffend, haben die Bockstadter schnell entschieden.

SCHALKAU / BOCKSTADT Wohl keiner hatte anderes erwartet: Die Gemeinde Bockstadt wird sich mit 2000 Euro an der Finanzierung des konzernunabhängigen Gutachtens zur Notwendigkeit einer 380-kV-Trasse durch Thüringen und Bayern beteiligen. Der Gemeinderat erntete mit seinem einstimmigen Beschluss am Mittwochabend den Beifall aller Sitzungsgäste. Leider, so informierte Bürgermeister Sven Gregor, sei die Finanzierung des gut 50 000 Euro teuren Gutachtens, für das der Experte in Sachen Stromnetze und Windkraftanlagen, Prof. Lorenz Jarass, gewonnen werden konnte (Freies Wort<EM> berichtete), erst zu etwa 80 Prozent gesichert. Daher seien noch einmal 14 Tage Aufschub vereinbart worden. Dann aber sollte das Gutachten in Auftrag gehen, denn die Zeit läuft. Vielen Kommunen und Bürgern sind wahrscheinlich das Ausmaß und die Konsequenzen der geplanten Vattenfall-Trasse noch immer nicht klar, sagte Gregor. Trotzdem sei er optimistisch, dass die erforderliche Summe zusammenkommt und das wissenschaftliche Gutachten erarbeitet werden kann.

Eine Finanzierungszusage gibt es nach Gregors Worten inzwischen vom Landkreis Hildburghausen. Die Gemeinde Brünn beteilige sich zwar nicht mit 2000 Euro, aber immerhin mit einem kleineren Beitrag. Nach wie vor nicht mit im Boot sind die Stadt Schleusingen und die Gemeinde Sachsenbrunn.

Auch das Sonneberger Landratsamt hat sich bislang noch nicht zu einer Mitfinanzierungszusage entschließen können. Wie Pressesprecher Michael Volk auf Anfrage verkündete, soll der Antrag sowohl im Kreis- als auch im Umweltausschuss beraten werden.

Wir geben die 2000 Euro mit gutem Gewissen, hieß es indessen in Bockstadt. Die Deckung der außerplanmäßigen Ausgabe ist auch geklärt: Durch den milden Winter 2006/2007 wurden im Gemeindehaushalt Kosten für den Winterdienst eingespart.

Kristin Rüttinger, Sprecherin der Bürgerinitiative Bockstadt - Herbartswind - Heid - Eisfeld, appellierte nochmals an die zumindest mittelbar betroffenen Kommunen, aber auch an Vereine und Bürger, sich stark zu machen gegen die Trassenpläne und das auch mit einem finanziellen Beitrag zu untermauern. Der Vorstand der BI sie hat etwa 280 Mitglieder hatte kürzlich Gelegenheit, vor dem Gemeinderat über seine Initiativen zu berichten. Mir ist wichtig, dass wir eng zusammenarbeiten, gemeinsam gegen die Trasse kämpfen. Anders geht es ja auch gar nicht, hatte der Bürgermeister die Einladung begründet. Und er hatte den BI-Mitgliedern zugleich die weitere Unterstützung durch den Gemeinderat zugesichert.

Übrigens: Am 13. September wird die Trasse erneut Thema im Bauausschuss des Thüringer Landtages sein. Auch das ist ein Erfolg der Trassengegner. Nehmt euch frei und kommt mit nach Erfurt, so die BI- Sprecherin, damit wir noch mehr werden als beim letzten Mal!

Quelle Freies Wort vom 25.07.2007

 

Copyright © 2007 - 2013
Achtung-Hochspannung.de
Alle Rechte vorbehalten

©design by nineteen62