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2000 Euro für Strom-Studie

18.07.2007 |  Mit 2000 Euro wird sich die Gemeinde Nahetal-Waldau an der Finanzierung der „Strom-Studie“ beteiligen. Das beschloss der Gemeinderat Nahetal-Waldau auf seiner Sitzung am Montag in Schleusingerneundorf.

NAHETAL-WALDAU – Der Hauptausschuss hatte zunächst nur 1000 Euro zugesagt, allerdings ohne Einzelheiten zu kennen, warum und weshalb ein Betrag von genau 1942,13 Euro von den betroffenen Gemeinden notwendig ist.

Der Antrag der Bürgerinitiative „Stoppt die 380 kV-Leitung - gegen den Bau von Windrädern auf dem Waldauer Berg“, doch bitte den kompletten Betrag bereitzustellen, fand schließlich Gehör bei den Gemeinderäten. Dazu hatte wohl auch die Argumentation von Bernd Enders beigetragen. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, zu der sich die Gemeinden Auengrund, Nahetal-Waldau und Schleusegrund zusammengeschlossen haben, hatte erklärt, dass die unabhängige Studie des Energieexperten Lorenz Jaraas, die einzige Chance sei, die Starkstromleitung durch den Thüringer Wald rechtskräftig zu verhindern. Diese Studie soll klären, ob diese Leitung überhaupt notwendig ist, oder ob nicht das bestehende Netz ausreicht. An der Finanzierung müssten sich 30 Gemeinden und Landkreise mit besagten 1942 Euro beteiligen. Selbst weniger betroffene Gemeinden wie die Stadt Coburg würden diese Summe bereitstellen, so Bernd Enders, ebenso die Gemeinden Auengrund und Schleusegrund, alle vier bayrischen Gemeinden und weitere Thüringer. Dennoch ist die Finanzierung des rund 50 000 Euro teuren Gutachtens noch nicht abgedeckt. Mit der Zusage Nahetal-Waldaus allerdings einen Schritt weiter..

Nach Meinung von Bürgermeister Thomas Franz,müsse die Arbeit noch stärker darauf gerichtet werden, die Bevölkerung aufzuklären, was die 380 kV-Leitung bedeuten würde. „Und sie betrifft nicht nur Waldau und Oberrod, sie betrifft auch Nahetal! Am Ende bezahlt der Bürger. Vattenfall wird die Kosten umlegen!“

Die Bürgerinitiative befürchtet außerdem, so Bernd Enders, dass es Vattenfall gar nicht so sehr um den Transport der Windkraft-Energie geht, sondern vielmehr um den Stromhandel. „Und dazu braucht er auch Goldisthal!“

Beitritt jetzt abgesegnet

Der Gemeinderat beschloss den Beitritt zur Regionalen Arbeitsgruppe (RAG) LEADER Hildburghausen/Sonneberg, die als Verein gegründet werden soll. Der Bürgermeister hatte die Beitrittserklärung vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates bereits bei der Gründungsversammlung am 25. Juni abgegeben. Die Gemeinde habe über LEADER Fördermittel für die Freiflächengestaltung am Brandsköppshaus und das Gebäude selbst bekommen. Der Jahresbeitrag von 50 Euro sei akzeptabel, erklärte Thomas Franz.

Neuer DE-Antrag

Für den Ortsteil Waldau wird die Gemeinde erneut die Aufnahme in die Dorferneuerung beantragen. Auch das beschloss der Gemeinderat am Montag. Da in diesem Jahr die ILEK-Gemeinde Biberschlag, die in der Prioritätenliste auf Platz 1 steht, als Förderschwerpunkt bestätigt wurde, gehe die Gemeinde davon aus, dass sie 2007 keine Bestätigung für Waldau auf Platz 2 erhält. Allerdings sei auch noch kein abschlägiger Bescheid eingegangen. Die Gemeinde wolle jedenfalls nichts anbrennen lassen und vorsorglich den Antrag für die DE 2008 stellen. Allerdings muss dazu das Konzept neu strukturiert werden.

Stellungnahme bis 20.8.

Die Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsplanes Südwestthüringen wird die Gemeinde fristgemäß bis 20. August abgeben, beschloss der Gemeinderat. Aufgrund der Terminvorgabe werde der Gemeinderat zur Ratssitzung am 27. August eine Nachbestätigung der Stellungnahme beschließen.

Thomas Franz informierte den Gemeinderat darüber, dass am morgigen Donnerstag die Straßen Kohlbachsweg und die Zufahrt zu Remy & Geiser in Hinternah übergeben werden.

Quelle Freies Wort vom 18.07.2007

 

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