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Erneut Info-Veranstaltung in Masserberg

10.07.2007 | Am Donnerstag sind interessierte Bürger und vor allem die Gewerbetreibenden aus dem Bereich Tourismus zu einer Informationsveranstaltung in das Kino im Badehaus eingeladen. Thema des Abends ist Der Kurort Masserberg und der Bau der 380 kV-Kuppelleitung Halle/Schweinfurt.

MASSERBERG In dieser Veranstaltung sollen noch einmal die Probleme angesprochen werden, die eine solche Starkstromleitung durch den Thüringer Wald für die Einwohner und für den Tourismus mit sich  bringen würde. Außerdem sollen Schritte diskutiert werden, wie diese Leitung verhindert werden könnte.

Masserbergs Bürgermeister Friedel Hablitzel betonte gegenüber Freies Wort, dass man nicht nur gegen diese Leitung demonstrieren dürfe. Es müssen Fakten geschaffen werden, sagte er. Aus diesem Grunde werde sich die Gemeinde trotz ihrer schlechten finanziellen Haushaltslage auch an der Studie beteiligen, die erstellt wird, um zu klären, ob diese Leitung überhaupt notwendig ist.

Wir müssen dagegen kämpfen Es geht nicht darum, ob die Leitung rechts oder links vom Rennsteig gebaut wird, sondern sie darf gar nicht kommen, hob Hablitzel hervor. Und deswegen müsse sich die Gemeinde profilieren und dazu brauche man vor allem auch die Einwohner und Gewerbetreibenden.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung am kommenden Donnerstag, 12. Juli, 19 Uhr im Kino im Badehaus sollen noch einmal die Fakten rund um die geplante Starkstromleitung dargelegt werden.

Aber ich weiß nicht, ob wir es schaffen können, die Trasse überhaupt zu verhindern. Ich glaube, Vattenfall will unbedingt das Pumpspeicherwerk Goldisthal in die Trasse einbinden, mutmaßt der Bürgermeister. Außerdem dürfe man sich nicht hinter dem von der EU ausgewiesenen Vogelschutzgebiet verschanzen. Wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen, warnt er. Das Vogelschutzgebiet sei zwar ein Argument gegen die Variante Masserberg, es könne die Trasse aber nicht verhindern.

Der Protest müsse aus den eigenen Reihen kommen, so Hablitzel. Deshalb hoffe er, dass die Bürger von Masserberg aktiv werden und sich rege an der Veranstaltung am Donnerstag im Badehaus beteiligen. Denn jetzt ist Solidarität gefragt, auch mit den anderen betroffenen Kommunen. Wir müssen jetzt Flagge zeigen, betonte Hablitzel.

Als positiven Aspekt merkte er noch an, dass sich auch der Heilbäderverband zu dem Problem positioniert und eine plausible Stellungnahme abgegeben habe. Schließlich sei Masserberg ein anerkannter heilklimatischer Kurort.

ANKE KRUSE

Quelle Freies Wort vom 10.07.2007

 

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