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Gemeinnützig und ungemein nützlich

16.06.2006 | GROSSBREITENBACH Auf der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft vonAnti-Stromtrassen-Bürgerinitiativen (IG Achtung Hochspannung) wurde am Mittwoch auch die Satzung geändert. Ziel ist Erlangung des Status der Gemeinnützigkeit. Erforderlich ist dies, um auch Spenden für die Aktivitäten zur Verhinderung des Trassenbaus quer durch Thüringen und Teile Nordbayerns akkumulieren zu können. Während Großbreitenbach Haushaltsmittel für den jetzt beschrittenen Verwaltungsklage-Weg beschloss, wird ein Expertengutachten zur generellen Notwendigkeit der so genannten Stromautobahn finanziell auf breitere Schultern verteilt. Mit bis zu 40 Kommunen, darunter auch acht bayerischen, wird im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft des Gemeinde- und Städtebundes das Gespräch zur Finanzierung der Studie von Professor Lorenz Jarass geführt. Er gilt bei europaweiten Referenzen als Spezialist zur wirtschaftlichen Zumutbarkeit des Netzausbaus für erneuerbare Energien. In Publikationen veröffentlichte er klare Regeln, die einen technisch und wirtschaftlich sinnvollen Netzausbau sicherstellen, unnötige Ausbauten verhindern. Auch Umweltverträglichkeitsprüfungen von Hochspannungsleitungen gehören zum Metier Jarass‘, der über 30 Forschungs- und Beratungsprojekte zur Bewertung von Energiesystemen u.a. für die EU, OECD, Weltbank, Bundesregierung und private Institutionen leitete. Anfang Juli folgt eine Info-Veranstaltung zur Studie, deren Erarbeitung als wichtiges Werkzeug der IG auch Vattenfall zugehen soll . Noch bis 20. Juni liegen in der VG die Raumordnungsunterlagen aus, die indes bislang noch nicht ein mal gefragt waren. (uhu)
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Quelle Freies Wort vom 16.06.2007 

 

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