»Kontakt    »Impressum   

Geht es nur ums Geld?

Wo viel Geld im Spiel ist, gelten bekanntermaßen eigene Regeln..... 

Wie sieht beispielhaft die Wirtschaftlichkeit der geplanten Trasse Erfiurt (Thüringen) - Redwitz (Bayern) eigentlich aus? Um die Wirtschaftlichkeit der Trasse zu erkennen, muss die Leistungsfähigkeit derselben berechnet werden. Für eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit gehen wir von folgenden Annahmen aus:

- Die Maximalbeseilung sind 4 Systeme a´ 380 kV zzgl. 2 Systeme a´ 110 kV (im Bereich Erfurt bis Höhe Stadtilm sowie im südlichen Bereich, dort noch unklar). Macht in der Summe 6 Systeme a ´3 Leiterseile, insgesamt also 18 Leiterseile.

- Das sind insgesamt 4-mal ca. 1,8 GW  plus 2-mal ca. 0,2 GW, insgesamt ca. 8 GW (maximale Belastung).

- Bei konservativ gerechneten 50% Jahresauslastung der Leitung, ergibt sich eine jährliche Transportleistung von    (8 GW x 24 h x 365 t) x 50% = 35,04 TWh. 

- 35,04 TWh x 0,29 €/kWh Endkundenpreis = 35.040.000.000 KWh x 0,29 €/kWh ergeben 10.161.600.000 €  rund 10 Milliarden € Energiewert pro Jahr.

- Die Netzkosten entsprechen in 2013 23,75% des Strompreises, also rund gerechnet 2,4 Milliarden € an die Netzbetreiber 50Hz / TenneT.

- Die Lebensdauer der Masten beträgt bei entsprechender Pflege mindestens 50 Jahre.

- Das heißt, dass in 50 Jahren ein Stromwert von mindestens 500 Milliarden € transportiert wird und dabei bei heutiger Kostenaufteilung beim Strompreis 120 Milliarden € an Netzkosten anfallen. Wohlgemerkt: bei 50%-Jahresauslastung der Leitungen!

- Darüber hinaus gehen aus dem Strompreis 19,16% EEG-Umlage rund 1,9 Milliarden € pro Jahr an die darüber subventionierten erneuerbaren Stromerzeuger.

- In 50 Jahren summiert sich das dann auf 95 Milliarden €. Wohlgemerkt: Alles nur bei heutiger Strompreisaufteilung und nur über diese eine Leitung bei 50% Jahresauslastung!


Wie wir also leicht nachvollziehen können, geht es hier um sehr viel Geld. Umso wichtiger ist es, dass wir uns alle informieren, damit wir nicht zum unbedeutenden Spielball der Finanzinteressen einzelner Konzerne werden. Für die Netzbauer ist der Leitungsbau immer ein profitables Geschäft, da sie die Kosten dafür auf den Stromkunden abwälzen und der Stromkunde diese durch die staatlich festgelegten Netzentgelte mit knapp 10 % bezahlt. Bei diesen Konditionen wollen die Konzerne natürlich möglichst viele Leitungen bauen, egal ob sie gebraucht werden oder nicht. Ihre Profite stimmen immer!

Besonders die Verhandlungen über Ausgleichszahlungen sollten immer vor dem Hintergrund der leicht nachvollziehbaren riesigen Gewinne erfolgen, denn selbst Millionenbeträge fallen angesichts der kalkulierten Gewinne immer noch in die Rubrik "Portokosten".


Hochspannung - Euro




Deutsche Steuerzahler finanzieren Export-Boom der Strom-Konzerne. Der Energieüberschuss hat sich trotz Atomausstieg vervierfacht. Der Export von... mehrmehr
Was ist eigentlich ein Planfeststellungsverfahren und wie läuft es ab? Die Planfeststellung ist in der Bundesrepublik Deutschland nach dem... mehrmehr
Wo viel Geld im Spiel ist, gelten bekanntermaßen eigene Regeln..... Wie sieht beispielhaft die Wirtschaftlichkeit der geplanten Trasse Erfiurt... mehrmehr
Den Bürgern wird ständig suggeriert, dass geplante Neubau-Trassen genau so gebaut werden, wie man es auf den bekannten Plänen sehen kann. Um das zu... mehrmehr
Wenn man sich ansatzweise durch das aktuelle NEP (http://www.netzentwicklungsplan.de) gearbeitet hat, kann man auf Seite 18 folgende Mitteilung... mehrmehr
Künstliche Magnetfelder durch Stromtrassen stehen immer wieder auch im Verdacht, Krankheiten zu verursachen. Was sind die Fakten? Jeder kennt die... mehrmehr
VORWORT DER KOMPETENZINITIATIVE E. V. ZU DIESER ÜBERSETZUNG (Download Das erste Kapitel des Reports der Bioinitiative: Eine Zusammenfassung... mehrmehr
Das Wort "Elektrosmog" entstand aus der Zusammenfügung von "Elektro" mit der Bezeichnung "Smog" (wiederum eine... mehrmehr
Seit langem wird über die Auswirkungen von Hochspannungsleitungen auf die menschliche Gesundheit diskutiert. Von den Gefahren, die von Elektrosmog... mehrmehr
Das zeigen neueste statistische Untersuchungen des Krebs-Forschungsinstituts der University Bristol. Personen, die in der ... mehrmehr
 

Copyright © 2007 - 2013
Achtung-Hochspannung.de
Alle Rechte vorbehalten

©design by nineteen62